SCHARBOCKSKRAUT * RANUCULUS FICARIA L

 

Frische Scharbocksblätter


Scharbockstinktur

Die ersten  Scharbockskrautblätter  habe ich in diesem Jahr schon entdeckt und wie jedes Jahr stelle ich damit auch wieder eine Tinktur her. 

Das Scharbockskraut gehört zu den Hahnenfußgewächsen  und war früher  wegen seines Vitamin C Gehaltes  ein beliebtes Kraut gegen  Skorbut.
Ohne Zweifel hat das Kraut einen hohen Vitamin-C-Gehalt , aber die Brennnessel hat einen weitaus höheren Vitamin C Gehalt. Da es aber  das erste Heilkraut im Frühjahr mit Vitamin C ist, war es früher eine beliebte Pflanzen, um den Vitamin C Bedarf zu decken.

Das  Vitamin C  wird  in einem verarbeiteten Produkt wie z.B.  in  einer Tinktur sehr schnell zerfallen.
Für die Verwendung in einem Hautpflegeprodukt interessieren deshalb  andere Wirkstoffe der Pflanze, wie z.B. die hautberuhigenden  Saponine und  astringierenden  Gerbstoffe.
  
Der Giftstoff  Protoanemonin, bildet sich erst bei Ausbildung der Blüten.  Er würde die Haut nicht beruhigen , sondern eher reizen. Deshalb sollen sowohl für eine äußerliche als auch für eine innere  Verwendung, die Blätter vor der Blüte gesammelt werden.  Das Protoanemonin  zerfällt   durch Erhitzen und Trocknen des Krautes zu Anemonin und wird daduch  als Gift  unwirksam. Dieser Stoff hat auch  antimikrobielle und antimykotische Eigenschaften.



Herstellung der Tinktur


25 g frische Blätter und  75 g  Alkohol mit   55 Vol.- %
Die kleingeschnittenen Kräuter mit dem Alkohol  zusammen, sehr fein  pürieren. Fünf Tage an einem warmen dunklen Ort in einem verschlossenen Glas  lagern und jeden Tag mindestens. einmal schütteln. Danach filtern und  für weitere zwei Tage in den Kühlschrank stellen, damit sich die Schwebestoffe absetzen können. Dabei bildet sich  ich am Boden des Glases  eine Schlämme, die man möglichst nicht mit abgießt. . Im Bild oben habe ich ein durchsichtiges Glas gewählt, damit man die sehr schöne, klare Tinktur erkennen kann. Ansonsten empfehle ich für die Aufbewahrung einer Tinktur immer dunkel gefärbte Gläser. 

Auf den Wirkstoff des Scharbockskrautes  bin ich durch einige Kosmetikprodukte aufmerksam geworden. So enthält z. B. eine bekannte Rosaceacreme diesen  Wirkstoff  oder auch die Firmen Primavera und Braukmann verwenden ihn in einigen Produkten als hautberuhigenden Zusatz.

Die  Tinktur verwende ich als Alkoholmischung (14%)  in einem Gesichtswasser  und kann die hautberuhigende und  adstringierende  Wirkung bestätigen.



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